Dirigent
Nabil Shehata wurde 1980 in Kuwait geboren und wuchs in Deutschland auf. Seine musikalische Laufbahn begann am Klavier, bevor er als Kind den Kontrabass für sich entdeckte. Nach seinem Studium in Würzburg und Berlin wurde er Solokontrabassist der Staatskapelle Berlin und anschließend Erster Solo-Kontrabassist der Berliner Philharmoniker.
Prägende Begegnungen mit Dirigenten wie Daniel Barenboim führten ihn zunehmend ans Dirigentenpult. Seit seinem Debüt 2007 entwickelte er eine internationale Karriere, die ihn zu Orchestern in Europa, Asien und Amerika führte.
Als Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen prägte er über mehrere Jahre das künstlerische Profil des Orchesters. Heute ist er Künstlerischer Leiter des Orchesters der Barenboim-Said Akademie, wo musikalische Exzellenz und kultureller Austausch eng miteinander verbunden sind.
Sein musikalisches Selbstverständnis ist geprägt von kammermusikalischer Klarheit, gegenseitigem Vertrauen und dem Dialog zwischen den Musizierenden. Für Nabil Shehata ist Musik ein Raum der Begegnung und der gemeinsamen Verantwortung.
Sopran
Die 1994 in München geborene Felicia Brembeck ist Sopranistin, preisgekrönte Kabarettistin, Autorin und eine der bekanntesten Slam-Poetinnen im deutschsprachigen Raum. Sie studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und schloss 2023 ihr Masterstudium Operngesang in Leipzig ab. 2021 debütierte sie an der Deutschen Oper Berlin in der Hauptrolle der Lucinde in Sergej Kims Unser Vater | Vater unser. Als Konzertsängerin trat sie unter anderem mit dem Orchester der Semperoper Dresden, der Jungen Philharmonie Brandenburg und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg auf. Bereits 2013 wurde sie deutschsprachige U20-Meisterin im Poetry Slam. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Tassilo-Kulturpreis, der Ernst-Hoferichter-Preis und 2025 der Förderpreis des Deutschen Kabarettpreises. Mit ihren Soloprogrammen ist sie auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum präsent. Gemeinsam mit der Pianistin Marlene Heiß gründete sie das Format Agorá – Kunstlied meets Poetry Slam, in dem sie klassische Musik und zeitgenössische Sprachkunst miteinander verbindet. Ihre künstlerische Arbeit vereint musikalische Ausdruckskraft, Humor und gesellschaftliche Reflexion.